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Bei welchen Erkrankungen kommt es zu erhöhten ADMA-Spiegeln im Blut?
Bei zahlreichen Erkrankungen aus dem kardiovaskulären und metabolischen Bereich wurden inzwischen erhöhte ADMA-Konzentrationen gefunden, so z. B. bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung, chronischer Herzinsuffizienz, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Hypercholesterinämie, Hypertonie, Diabetes mellitus und anderen (Tabelle). Jüngst wurde eine statistische Beziehung zwischen dem Bestehen einer Insulin-Resistenz und erhöhten ADMA-Konzentrationen beschrieben. Dies weist auf eine Bedeutung von ADMA als Risikomarker beim metabolischen Syndrom hin.
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Auch bei der erektilen Dysfunktion handelt es sich um eine Störung, bei der ein Defekt im NO-Stoffwechsel vorliegt. NO ist ein essentieller Botenstoff, der im männlichen Glied zur Dilatation von Schwellkörperarterien führt, wodurch eine Erektion ausgelöst wird. Dies funktioniert jedoch nur im Zusammenspiel mit einer psychogenen sexuellen Erregung, die als Auslöser für die lokale NO-Ausschüttung angesehen wird. Liegen erhöhte ADMA-Konzentrationen vor, so kann die NO-Synthase nicht adäquat auf die sexuelle Erregung mit einer NO-Bildung reagieren, und die Erektion ist deutlich abgeschwächt oder bleibt aus - es kommt zur erektilen Dysfunktion. Die heute vielfach eingesetzten Substanzen zur Therapie der erektilen Dysfunktion aus der Gruppe der Phosphodiesterase V-Inhibitoren (Sildenafil und verwandte Verbindungen) führen zu einer Hemmung des Abbaus von zyklischem Guanosinmono-phosphat - ein Signalmolekül, welches normalerweise durch das (bei den betroffenen Patienten fehlende oder verminderte) NO stimuliert wird (Abbildung 11).
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Abbildung 11. Normalerweise bewirkt NO die Bildung des intrazellulären Botenstoffs cGMP, welches z.B. in Gefäßmuskelzellen eine Relaxation auslöst und damit Ursache von Blutdruckabfall und Penis-Erektion ist. In Anwesenheit von ADMA bleiben diese NO-induzierten Wirkungen aus. PDE V-Inhibitoren hemmen den Abbau von cGMP und können so die (in Anwesenheit von ADMA verminderte) Wirkung von NO amplifizieren.
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Die in der vorstehenden Tabelle aufgeführten Erkrankungen sind durch eine Dysfunktion des Endothels gekennzeichnet. Bei einigen dieser Erkrankungen wurde nachgewiesen, dass die Bestimmung der ADMA-Konzentration prognostische Bedeutung für die Vorhersage schwer-wiegender Komplikationen bzw. der Gesamtmortalität hat (siehe unten).
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