ADMA bei koronarer Herzkrankheit

In einer finnischen Studie klinisch gesunder Männer hatten diejenigen Männer, bei denen hohe ADMA-Konzentrationen gefunden wurden, ein deutlich erhöhtes Risiko, schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse (überwiegend KHK) zu erleiden, als Männer mit niedrigem ADMA [37].

In der groß angelegten, multizentrischen CARDIAC-Studie aus Deutschland konnte nachgewiesen werden, dass KHK-Patienten deutlich höhere ADMA-Spiegel aufweisen als gesunde Kontrollpersonen gleichen Alters und Geschlechts. In dieser Studie war die ADMA-Konzentration ein Risikomarker für das Vorhandensein einer KHK, dessen Aussagekraft unabhängig von anderen, bekannten kardiovaskulären Risikofaktoren war [38]. Die ADMA-Konzentration stieg in dieser Studie mit zunehmender Anzahl traditioneller Risikofaktoren kontinuierlich an (Abbildung 12a). In einer multivariaten Regressionsanalyse (nach Berücksichtigung aller anderen Risikofaktoren) erwies sich eine ADMA-Konzentration oberhalb von 1,7 µmol/l als indikativ für KHK-Patienten (Abbildung 12b) [38].

Somit ist ADMA ein neuer Risikomarker für die KHK, der eine Risikobeurteilung über die bekannten Risikofaktoren hinaus zulässt.



Abbildung 12. ADMA-Konzentration in Abhängigkeit von der Anzahl traditioneller Risikofaktoren (a). Mit steigender ADMA-Konzentration steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der betreffende Patient eine KHK hat (b; aus [31]).