ADMA und das Überleben unter IntensivtherapieEine holländische Studie konnte überzeugend nachweisen, dass ADMA ein Prädiktor für das Überleben von Patienten unter Intensivtherapie ist:Bei 52 Patienten einer operativen Intensivstation, bei denen ein Versagen von mindestens zwei Organsystemen diagnostiziert worden war, wurden die ADMA-Konzentrationen sowie zahlreiche andere Biomarker von Organfunktionen gemessen. ADMA war derjenige Marker, der das Überleben der Patienten unter der Intensivtherapie am besten vorhersagen ließ [67]. Bei den 21 Patienten, die während der Intensivtherapie verstarben, lagen die ADMA-Konzentrationen zu Beginn der Studie signifikant höher als bei denjenigen Patienten, die überlebten. Das Mortalitätsrisiko während der Intensivtherapie war dementsprechend bei Patienten mit ADMA-Konzentrationen in der obersten Quartile um das 17-fache erhöht. Bei dem größten Teil dieser Patienten handelte es sich um Patienten, bei denen es postoperativ zu Komplikationen gekommen war, die eine Intensivtherapie notwendig machten. Ferner konnten die gleichen Autoren zeigen, dass die ADMA-Konzentrationen wesentlich von der Nieren- und Leberfunktion bestimmt war [67, 68]. Dies ist insofern interessant, als das Enzym Dimethylarginin-Dimethylaminohydrolase (DDAH), welches ADMA inaktiviert, in der Niere und in der Leber stark exprimiert wird. Dieses Enzym könnte somit eine wichtige Funktion in der Regulation der ADMA-Konzentration bei verschiedensten Erkrankungen haben. Andere Arbeitsgruppen konnten einen Anstieg der ADMA-Konzentration bei Patienten mit terminaler Leberinsuffizienz bestätigen [69]. |
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