ADMA bei Diabetes mellitus

In der Pathogenese des Diabetes mellitus und dessen kardiovaskulären Komplikationen spielt ADMA als Risikomarker eine wichtige Rolle. Eine Reihe von klinischen Studien, die von verschiedenen Untersuchern durchgeführt wurden, kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass die ADMA-Konzentration im Plasma von Patienten mit Diabetes mellitus Typ II signifikant höher ist als bei nicht-diabetischen Kontrollen [54-56]. Die Einnahme einer einzelnen fettreichen Mahlzeit führt darüber hinaus bei Typ II-Diabetikern zu einem akuten Anstieg der ADMA-Plasmaspiegel [57].





Als molekulare Mechanismen der erhöhten ADMA-Spiegel wurden eine durch oxidativen Stress bedingte Dysregulation des ADMA-metabo-lisierenden Enzyms, der Dimethylarginin-Dimethylaminohydrolase (DDAH) [58], oder ein Angiotensin-II abhängiger Mechanismus [59] diskutiert.
Auch tierexperimentelle Modelle des Diabetes mellitus Typ II bestätigen einen Zusammenhang zwischen ADMA und dieser Stoffwechselerkrankung: Ratten, bei denen durch Injektion von Streptozotocin ein Diabetes mellitus induziert worden war, wurden signifikant höhere ADMA-Konzentrationen gemessen als bei gesunden Kontrollratten [59, 60].
Klinisch relevant erscheint besonders die Beobachtung, dass bereits eine gestörte Glucosetoleranz signifikant mit erhöhten ADMA-Konzentrationen korreliert [61]. Die Wiederherstellung der Insulin-sensitivität mit Rosiglitazon führt bei Typ II-Diabetikern zu einer Reduktion der ADMA-Spiegel, ebenso wie eine Therapie mit Metformin [62].